Yannick Nézet-Séguin & Mikhail Petrenko

Freitag, 29. Juni 2018, 20:00 Uhr        Im Kalender speichern
München, Herkulessaal

Programm

Igor Strawinsky
Chant funèbre, op. 5

Francis Poulenc
"Litanies à la Vierge Noire" für Frauenchor und Streicher

Pause

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 13 b-Moll, op. 113 für Bass, Männerchor und Orchester "Babi Yar"

Yannick Nézet-Séguin, Dirigent

Mikhail Petrenko, Bass

Damenchor des Bayerischen Rundfunks

Männerchor des Bayerischen Rundfunks

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Konzerteinführung: 18:45 Uhr

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Mit einem ungemein eindringlichen Programm kehrt der kanadische Pultstar Yannick Nézet-Séguin zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurück. Hauptwerk ist die selten aufgeführte 13. Symphonie „Babij Jar“ von Dmitrij Schostakowitsch – 2006 wurde Mariss Jansons für seine Einspielung mit dem Symphonieorchester mit einem Grammy ausgezeichnet. Schostakowitsch hatte sich zunächst von dem gleichnamigen Gedicht Jewgenij Jewtuschenkos anregen lassen, das an das barbarische Massaker zehntausender ukrainischer Juden durch die deutsche Wehrmacht 1941 in der Schlucht Babij Jar bei Kiew gemahnt – und zugleich den russischen Antisemitismus anprangert, der zur Verleugnung des beispiellosen Pogroms führte. Mit vier weiteren Gedichten Jewtuschenkos weitete Schostakowitsch „Babij Jar“ zu einer monumentalen Vokalsymphonie über die Leiden und den Überlebenswitz des sowjetischen Volkes. Schostakowitschs 13. Symphonie ist ein aufrüttelndes Requiem mit dem ihm eigenen Hang zu Satire und Groteske – eine heroische Aufgabe für den russischen Bassisten Mikhail Petrenko und den Männerchor des Bayerischen Rundfunks. Der Frauenchor wiederum ist der Protagonist in Francis Poulencs „Litanies à la Vierge Noire“, einem schlichten Mariengebet, zu dem der Komponist 1936 durch eine Wallfahrt zur berühmten Schwarzen Madonna von Rocamadour inspiriert wurde. Und mit einem instrumentalen „Trauergesang“ leitet Nézet-Séguin sein bewegendes Konzert ein: mit einem erst kürzlich wiederentdeckten Jugendwerk von Igor Strawinsky, das über hundert Jahre als verschollen galt. Dieser spätromantische „Chant funèbre“ Strawinskys, 1908 zum Gedenken an seinen Lehrer Rimskij-Korsakow geschrieben, klingt nach dem verehrten Mentor – aber vor allem nach Richard Wagner.

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