Jansons dirigiert bruckners achte Symphonie

Mariss Jansons Konzert London 2017 (c) BR/Peter Meisel

Herzensangelegenheit

Seit 2003 ist Mariss Jansons Chefdirigent beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – Bruckners Achte stand jedoch bislang nicht auf seiner Münchner Agenda. Jetzt erfüllt er sich seinen besonderen Herzenswunsch, jenes Ausnahmewerk zu präsentieren, das den Komponisten auf dem Gipfelpunkt seiner Kunst zeigt.  Und man darf gespannt sein auf die gereifte Interpretation des bald 75-jährigen Jansons, der auf eine große Bruckner-Erfahrung zurückgreifen kann.

BRUCKNERS KÜHNER WURF

Wie die meisten Dirigenten hat sich Jansons für die zweite Fassung von 1890 entschieden, die Bruckners progressive Werkkonzeption stringenter zum Ausdruck bringt als die erste von 1887. Das Unverständnis des Dirigenten Herman Levi, dem Bruckner seinen kühnen Wurf vorgelegt hatte, stürzte den Komponisten in die schwerste Krise seines Lebens – die Revision des monumentalen Werkes bescherte Bruckner dann allerdings einen triumphalen Uraufführungserfolg. „Meine Achte ist ein Mysterium“, hatte Bruckner schon selbst geahnt. Die zeitliche Ausdehnung der Symphonie, ihre enormen geistigen Dimensionen, die formalen Neuerungen und harmonischen Spannungen mochten die Zeitgenossen überfordert haben. Und unfassbar, ja transzendent wirkt bis heute die überwältigende Mischung aus Klangarchitektur und Ausdrucksgewalt, aus Gedankentiefe und Poesie in dieser Symphonie. Hugo Wolf nannte sie die  „Schöpfung eines Giganten “, das monumentale Finale hielt Bruckner selbst für den „bedeutendsten Satz seines Lebens “.


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jansons Mit Bruckners Achter auf Tournee


Jansons und Bruckner

CD: Bruckners Symphonie Nr. 7

 

Bruckner 7 (c) BR-Klassik

Mariss Jansons dirigierte bereits Bruckners 7. Symphonie, die auf CD erhältlich und 2010 mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet worden ist.

Bruckners Siebte war mit ihrer Uraufführung ein unmittelbarer Publikumserfolg – und bis heute ist sie wohl seine meistgespielte Symphonie. Ihr bewegender und von tiefer Bewegtheit zeugender langsamer Satz ist aus Bruckners eigener Hand dem „hochseligen, heißgeliebten, unsterblichen“ Richard Wagner gewidmet, der in Venedig starb, während Bruckner an der Symphonie arbeitete.

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Konzertvideo: Jansons dirigiert Berg und Bruckner

TV-Ausstrahlung mit Gil Shaham vom 17.1.2014