Ton IRT (c) BR/Peter Meisel
Markus Steckeler im reflexionsarmen Raum des Instituts für Rundfunktechnik (IRT)

Kleine Trommel

Akustik im reflexionsarmen Raum

„Beim Spielen trage ich meistens einen Gehörschutz und so ähnlich hat es sich angefühlt hier im schalltoten Raum zu spielen. So als hätte ich Gehörschutz in den Ohren, es gab gar keine Resonanz. Ohne Raumakustik fühlt man sich ganz eigenartig einsam, irgendwie verloren.“ Markus Steckeler, Schlagzeug

Auffällig ist, wie „dünn“ die kleine Trommel im reflexionsarmen Raum klingt. Ihren typischen Klang erhält sie erst mit Resonanzen aus dem Saal, wie im Vergleich zur Aufnahme im Herkulessaal sehr gut zu hören ist.

Deutlich ist auch, welch anderes Tempo und andere Charakterisierung Markus Steckeler wählt, wenn er über den künstlichen Hall im Kopfhörer den Eindruck hat, in einem großen Saal zu spielen. Das Grundtempo ist langsamer, der Figurenreichtum eingeschränkter. Auf dem Kopfhörer mit eingespielter Akustik hat er sein Spiel als undeutlich empfunden und sich automatisch angepasst. Die reichste Dynamik und klangliche Vielfalt erklingt bei der Improvisation im Herkulessaal.