Jakub Hrůša & Augustin Hadelich

Freitag, 19. Oktober 2018, 20:00 Uhr
München, Gasteig

Programm

Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester a-Moll, op. 53

Pause

Josef Suk
Symphonie Nr. 2 c-Moll, op. 27 "Asrael"

Jakub Hrůša, Dirigent

Augustin Hadelich, Violine

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Zwei spektakuläre Debüts und ein beziehungsreiches Programm – das bietet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter dem tschechischen Dirigenten Jakub Hrůša. Der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker hat in den letzten Jahren weltweit Karriere gemacht. Beim Symphonieorchester stellt sich Hrůša mit der monumentalen „Asrael“-Symphonie des Tschechen Josef Suk vor, die hier seit Rafael Kubelik nicht mehr gespielt wurde. Das Werk begleitet Hrůša seit langem, 2004 hat er es zum Abschluss seines Studiums bei Jiří Bělohlávek im Prager Rudolfinum dirigiert. Mit seiner spätromantischen „Asrael“-Symphonie, die er nach dem Todesengel der islamischen und jüdischen Mythologie benannte, leistete Suk doppelte Trauerarbeit: Er verarbeitete darin den Tod seines Lehrers und Schwiegervaters Antonín Dvořák, über der Komposition starb dann auch noch seine Frau Otilka. So ist ihm seine c-Moll-Symphonie zu einem instrumentalen Requiem geraten, das mit einem Hoffnungsschimmer in C-Dur verklingt. Zuvor debütiert der 34-jährige Geiger Augustin Hadelich, der als eines der herausragenden Talente seiner Generation gilt, als Solist im Violinkonzert von Dvořák – mit seinen kantablen Melodien und  zündenden Tanzrhythmen ist das von der böhmischen Folklore inspirierte Stück eine dankbare Aufgabe für alle Geigenvirtuosen.