Franz Welser-Möst

Donnerstag, 15. Februar 2018, 20:00 Uhr
München, Gasteig

Programm

Leoš Janáček
"Das schlaue Füchslein" (konzertante Aufführung)

Franz Welser-Möst, Dirigent

Martina Janková, Sopran (Füchslein Schlaukopf)

Donna Ellen, Sopran (Frau des Försters/Eule)

Jennifer Johnson Cano, Mezzosopran (Fuchs)

Nina Tarandek, Mezzosopran (Dackel/Specht)

Kurt Azesberger, Tenor (Schulmeister/Mücke)

Markus Eiche, Bariton (Haraschta)

Alan Held, Bassbariton (Förster)

Tareq Nazmi, Bass (Pfarrer/Dachs)

Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

Chor des Bayerischen Rundfunks

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

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Ein tschechischer Sommernachtstraum

Mit 28 Jahren debütierte Franz Welser-Möst 1989 beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und ist ihm seither eng verbunden. Welser-Möst kommt seine große Opern-Erfahrung in Wien, Salzburg und Mailand zugute, wenn er nun beim Symphonieorchester die Reihe konzertanter Opernaufführungen mit Leoš Janáčeks Meisterwerk „Das schlaue Füchslein“ fortsetzt. 1924 wurde die Oper in Brünn uraufgeführt, das Libretto hatte sich Janáček nach einer Tiernovelle selbst zusammengestellt – es weitet eine pfiffige Fabel zur philosophischen Parabel über den Kreislauf der Natur. Janáček kontrastiert die Zwänge der menschlichen Zivilisation mit dem freien Leben in der Natur, immer wieder berühren sich die beiden Welten. Während die Repräsentanten einer Dorfgemeinschaft erfolglos ihren Träumen nach einem Zigeunermädchen nachhängen, schert sich das schlaue Füchslein um keinerlei Konventionen. Die junge Füchsin reißt Hühner, wird vom Förster gefangen, kann fliehen, verliebt sich und heiratet im Tierreich, bekommt Nachwuchs und wird auf Beutejagd erschossen – ihre Jungen jedoch ziehen neugierig in die Welt. Mit einem Hymnus auf die Natur und das neue Leben beschließt Janáček seine Oper, die man auch als „tschechischen Sommernachtstraum“ bezeichnet hat. So duftig und farbig wie Debussy leuchtet Janáčeks schwärmerische Partitur, in der er seine Sprachmelodik mit Tierlauten und mährischer Folklore angereichert hat. Man kann sich auf eineinhalb vergnügliche und nachdenkliche Stunden mit Welser-Möst, Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Kinderchor der Bayerischen Staatsoper freuen. Das hochkarätig besetzte Solisten-Ensemble, das auch in drolligen Tierrollen zu erleben ist, führt eine Muttersprachlerin in der Titelpartie an, die wunderbare tschechische Sopranistin Martina Janková.

Leider musste Angela Brower, die für die Rolle des „Dackels/Spechtes“ besetzt war, aufgrund einer Erkrankung absagen. Wir freuen uns sehr, dass sich Nina Tarandek kurzfristig bereit erklärt hat, den Part zu übernehmen.

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