Über Anfänge

Education-2018

Jedes Konzert beginnt mit dem ersten Ton. Manchmal ist es ein warmer, stolzer, der klingt wie eine weiche Decke – wie in einer Symphonie von Anton Bruckner, Antonín Dvořák oder Johannes Brahms. Es kann auch ein ganz zarter und leiser sein, wie eine Feder oder ein Sonnenstrahl, wie bei einer Suite von Bach oder einem Solo-Konzert von Haydn oder Mozart, oder rau und wild wie ein scharfkantiger Fels oder ein Blitzschlag, wie bei Mahler oder Schostakowitsch. Zumindest: für die Zuhörer.

Die Musiker, die die Stücke spielen, fangen ein Stück aber nie mit dem ersten Ton an. Sondern viele Stunden vorher, mit Etüden und Tonleitern – zum Aufwärmen, um locker zu werden und gleichzeitig Spannung aufzubauen. Das braucht Vorbereitung. Und es kostet eine Menge Arbeit. Allerdings: Arbeit, die sehr erfüllend ist. Weil sie mit Begeisterung zu tun hat.

Unser Eindruck ist: Es gibt keinen Musiker, der seine Laufbahn tatsächlich mit dem ersten Ton begonnen hätte. Da geht es den Profis im Symphonieorchester gar nicht anders als jedem anderen, der ein Instrument lernt: Bevor zum ersten Mal ein schöner Ton aus dem Instrument herauskommt, ein Ton, der so klingt, wie das Instrument eben klingen soll – bevor das passiert, kommen eine Menge anderer Geräusche heraus. Schiefe, krumme, kratzige, hauchige, traurige, lustige. Aber irgendwann kommt er sicher, der erste Ton. Und dann dauert es nicht mehr lange, bis auch die Begeisterung da ist – das Gefühl, das der Motor ist für jeden Musiker, egal ob Profi oder Amateur, Anfänger oder Könner. Hier können Sie die Geschichten unserer Musiker zu ihren Anfängen erfahren. Texte von Florian Zinnecker.


 

Education 2018 Violine

»Ich hatte mich so lange darauf gefreut, Geige zu lernen«

Als ein Mädchen in die Schulklasse von Marije Grevink kam und Geige vorspielte, stand für sie fest: Sie wollte das unbedingt auch können. Aus heutiger Sicht: eine goldrichtige Idee.

Erfahren Sie mehr zu Marije Grevinks Geschichte

Education 2018 Querflöte

»Mit 13 sagte ich: Ich will auf dieser Bühne sitzen«

Natalie Schwaabe wollte gerne im Schulorchester mitspielen. Also lernte sie Querflöte – und merkte trotz ein paar Hürden schnell, dass sie nie wieder damit aufhören wollte.

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Education 2018 Klarinette

»Mit der Klarinette war es immer ein kleiner Kampf«

Als Kind wollte Bettina Faiss eigentlich Trompete lernen, ihr heutiges Instrument verlangte ihr vor allem Hartnäckigkeit ab. Heute sagt sie: Musikmachen macht mich glücklich.

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Education 2018 Tuba

»Tuba spielen macht mich glücklich«

Der warme, runde Klang ist es, der Stefan Tischler an seinem Instrument fasziniert. Kaum ein Tag vergeht, an dem er nicht mindestens eine Stunde spielt – sein Sohn hat auch schon angefangen.

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Education 2018 Trommel

»Kleine Trommel üben ist wie Sport«

Guido Marggrander gehört zu den besten Schlagzeugern der Welt. Seine Laufbahn begann mit ein paar Beatles-Songs – und einer Lehrerin, die seinen Ehrgeiz weckte.

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Education 2018 Horn

»Der Klang des Horns hat mich total fasziniert«

Seine erste Begegnung mit seinem heutigen Instrument hatte Carsten Carey Duffin bei »Peter und der Wolf«. Heute verbringt er bis zu sieben Stunden täglich damit – und das extrem gerne.

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