Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 - Francesca da Rimini

In zwei Live-Aufnahmen aus der Münchner Philharmonie mit Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 und seiner Orchesterfantasie "Francesca da Rimini" zeigt Maestro Mariss Jansons seine tiefe Verbindung zur Musik Peter Tschaikowskys, die er in ihrer symphonischen Statur wie auch in ihrer unverstellten Emotionalität mustergültig erfasst.

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Poesie – das war es, was Peter Tschaikowsky bei einem Besuch der Ring-Aufführung 1876 in Bayreuth vermisste, seine eigene Vorstellung poetischer Musik realisierte er im gleichen Jahr in der Orchesterfantasie „Francesca da Rimini“. Ein Werk, basierend auf einer Episode aus Dantes „Inferno“, das von lyrischen Passagen mit betörendem Farbenreichtum bis hin zu dramatisch-theatralischen Ausbrüchen ein prächtiges und mitreißendes Tableau entfaltet. Die tragische Handlung der Vorlage spiegelt aber auch die emotionale Zerrissenheit des Komponisten in einer Zeit, in der er in die größte innere Krise seines Lebens hineingeriet.

Die Symphonie Nr. 5, zwölf Jahre später innerhalb kurzer Zeit entstanden, gehört heute zu den populärsten Werken Tschaikowskys. Schon die Uraufführung in St. Petersburg geriet zu einem großen Publikumserfolg. Mehr Gefühl, mehr Emotion und mehr Drama lässt sich wohl kaum in symphonischer Musik umsetzen, jedoch bewahrt eine überlegene Kompositionstechnik und eine jederzeit vollkommen beherrschte Struktur das Werk vor dem Abgleiten in oberflächliche Gefühligkeit.

Keine Frage, dass Mariss Jansons das notwendige Quäntchen „russische Seele“ mitbringt, um diesen Werken zu ganzer Kraft zu verhelfen!

Peter I. Tschaikowsky

Symphonie Nr. 5 e-Moll, op. 64
„Francesca da Rimini“ – Fantasie nach Dante, op. 32

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent: Mariss Jansons

Oktober 2009 (Symphonie), Juli 2010

Label: BR-KLASSIK CD 900105