Hector Berlioz: Symphonie fantastique

Mariss Jansons dirigiert zwei revolutionäre Meisterwerke französischer Komponisten: Hector Berlioz' leidenschaftliche und exzessive "Symphonie fantastique" und Edgard Varèses "Ionisation" - die erste selbstständige Komposition für Schlagzeugensemble. Nach der Beethoven-Box mit ihrer Gegenüberstellung von Klassik und zeitgenössischen Werken bringt die aktuelle CD mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erneut eine Begegnung von Musik unterschiedlicher Epochen.

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In der „Symphonie fantastique“ kombiniert der französische Komponist und Literat Hector Berlioz Strukturen der Symphonie mit der Form eines fünfteiligen klassischen Dramas und erzählt dem Hörer mit Hilfe eines Leitmotivs („Idée fixe“) von der Geliebten seiner Träume. Die „Symphonie fantastique“ hat der Symphonischen Dichtung der Romantik ebenso den Boden bereitet wie dem leitmotivischen Verfahren in Wagners Musikdramen.

Auch „Ionisation“ von Edgard Varèse steht an der Schwelle zu einem neuen musikalischen Zeitalter. 1931, ziemlich genau hundert Jahre nach Berlioz’ „Symphonie fantastique“, schreibt Varèse mit „Ionisation“ für 13 Schlagzeuger ein Manifest der musikalischen Moderne. Nun sind es nicht mehr Seelenzustände, die der Musik Form und Richtung geben, sondern naturwissenschaftliche Effekte und Phänomene. Bis zu 36 Instrumente feiern in „Ionisation“ den Triumph des Rhythmus über Melodie und Harmonie.

Hector Berlioz

„Symphonie fantastique“, op. 14

Edgard Varèse

„Ionisation“ für 13 Schlagzeuger

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent: Mariss Jansons

März 2013 (Berlioz) / Juli 2010

Label: BR-KLASSIK 900121