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Stefan Trauer

Violoncello

Welche Person/ welches Ereignis hat Sie als Musiker maßgeblich geprägt und warum?
Meine Cello-Professoren Antonio Janigro und Erling Blöndal Bengtsson. Janigro vermittelte die musikalischen Werte der Casals-Generation und Bengtsson war als ehemaliger Piatigorsky-Assistent und großartiger Interpret auch zeitgenössischer Werke für Violoncello die richtige Alternative.

Kuriose Orte, an denen Sie musiziert/ geübt haben?
Während ich als 22-jähriger Solocellist im Württembergischen Kammerorchester war, fuhr ich ca. alle vier Wochen zum Unterricht bei Prof. Bengtsson nach Köln. Dabei nutzte ich die 4-stündige Fahrzeit, im frühmorgens noch leeren Intercity-Abteil, um zu üben, worüber sich meistens nur der Kontrolleur wunderte.

Wenn Sie nicht Ihr Instrument spielen würden, welches würden sie dann wählen?
Horn, weil es von der Lage dem Cello sehr ähnlich ist und dabei aber noch viel größere dynamische Möglichkeiten hat.

Gibt es weitere Interessen/Leidenschaften neben der Musik?
Familie, Reisen, Kunst

Welche drei Musikstücke würden Sie auf die berühmte Insel mitnehmen?
Kann ich nicht festlegen, da ständig wechselnd. Die sechs Suiten von Bach für Violoncello solo sind ohnehin immer im Kopf dabei.

Was war Ihre letzte musikalische Entdeckung?
In jedem aktuell gespielten Stück gibt es immer noch etwas zu entdecken.

Was ist Ihr persönlicher Musikeralbtraum?
Sich irgendwann einmal in der Anfangszeit eines Konzertes zu irren.

Welche Musikerklischees würden Sie gerne geraderücken?
Dass Musizieren hauptsächlich Begabungssache wäre. Begabung braucht man sowieso, aber dazu nochmal so viel Fleiß.

BIOGRAFIE

Stefan Trauer war nach Studien bei Antonio Janigro (Stuttgart) und Erling Blöndal Bengtsson (Köln) von 1979 bis 1985 Solocellist im Württembergischen Kammerorchester, mit dem er öfters als Solist auftrat.

An der Gesamteinspielung der Kantaten Johann Sebastian Bachs durch Helmuth Rilling wirkte er als Continuocellist mit.

Seit 1985 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und widmet sich außerdem besonders der Kammermusik. Diese führte ihn neben häufiger Mitwirkung bei Konzerten mit Übertragung des Bayerischen Rundfunks auch zu Engagements im europäischen Ausland sowie nach Japan.

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