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Klaus-Peter Werani

Viola

Was war Ihre letzte musikalische Entdeckung?
Wenn unsere Hörer die Antwort lesen würden, wäre sie schon längst wieder verjährt –
Allerdings: allein das Stimmen der Bratsche und das Lauschen auf die Differenztöne der reinen Quint ist täglich eine neue musikalische Faszination und Entdeckung.

Was ist Ihr persönlicher Musikeralbtraum?
Der Musik äußere Zeichen aufzuzwingen, anstatt sie aus einer inneren Zone auftauchen zu lassen. (Roland Barthes)

Welche Musikerklischees würden Sie gerne geraderücken?
Wenn ich das Klischee nenne, ist es, ob bejaht oder verneint, schon wieder wach gerufen –
insofern steuere ich lieber klischeefrei und neugierig durchs Leben!

BIOGRAFIE

Klaus-Peter Werani, in Lindau am Bodensee aufgewachsen, führte seine professionelle Laufbahn zunächst nach Köln (Ensemble MusikFabrik) und Hamburg (Stimmführer der Bratschen des Philharmonischen Staatsorchesters). Seit 2000 ist er Bratscher im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Dort arbeitet er mit den interessantesten Dirigenten- und Interpretenpersönlichkeiten unserer Zeit zusammen.

Ein weiteres Standbein seiner künstlerischen Tätigkeit ist die Projektarbeit im Ensemble, heute vor allem im TrioCoriolis mit Heather Cottrell, Violine, und Hanno Simons, Violoncello. 2010/11 und 2011/12 kuratierte das TrioCoriolis seine eigene Reihe „HörBlicke21“ in München. Das TrioCoriolis gastiert unter anderem bei wichtigen Festivals für Neue Musik wie Eclat in Stuttgart, bei den Klangspuren in Schwaz/Tirol und bei der Musica Viva in München.

Seit dem Studium in Wien und München liegt ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit auf dem Gebiet der Neuen Musik (Magister in Musikwissenschaft über die Musik von Luigi Nono). Er arbeitete mit den wichtigsten Komponisten unserer Zeit zusammen, ist als Solist und im Ensemble (MusikFabrik NRW, Ensembles der Musik der Jahrhunderte, Stuttgart) an unzähligen Uraufführungen beteiligt. Seine Aufnahmen wurden bei col legno, NEOS und ECM veröffentlicht.

2012/13 komponierte er „small difference“ für zwei Bratschen (beim Pfingstsymposion München uraufgeführt und für den BR produziert, weitere Aufführungen in Köln und Wien). Seitdem sind weitere Stücke entstanden (BAUM für Kontrabass solo und „raus!“ für 10-saitige Gitarre und Bratsche).


Von Pult zu Pult

Klaus-Peter Werani (Viola) und Hanno Simons (Violoncello) widmen sich in ihrer Freizeit ganz der zeitgnössischen Musik im TrioCoriolis. Im Video erzählen sie uns, was sie an der Neuen Musik fasziniert und sie antreibt.

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