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Franz Scheuerer

1. Violine

Welche Person/ welches Ereignis hat Sie als Musiker maßgeblich geprägt und warum?
Im Alter von 11 Jahren bin ich zum ersten Mal meiner späteren Professorin Aida Stucki begegnet und habe sie als Solistin gehört. Dies hat meinen Wunsch, Musiker zu werden, nachhaltig beeinflusst.

Kuriose Orte, an denen Sie musiziert/ geübt haben?
Im Heizungskeller des Theresien-Gymnasiums in München. Ich war neu an der Schule, als es klopfte, und der Direktor persönlich vor der Tür stand. Ich bekam einen großen Schrecken, dabei wollte er nur wissen, ob ich mich an der Schule wohl fühle…

Wenn Sie nicht Ihr Instrument spielen würden, welches würden sie dann wählen?
Ich habe als zweites Hauptfach Orgel studiert – sie wäre meine klare Alternative.

Gibt es weitere Interessen/Leidenschaften neben der Musik?
Meine zweite große Leidenschaft ist das Handwerk. Ich habe Orgelbau gelernt und stand kurz vor der Meisterprüfung, als mich die Musik doch endgültig „eingefangen“ hat. Die Freude, mit Holz zu arbeiten, ist aber geblieben. Über den Orgelbau bin ich zum Klavierstimmen gekommen und habe im Kollegenkreis eine ganze Anzahl (hoffentlich) zufriedener Kunden.

Welche drei Musikstücke würden Sie auf die berühmte Insel mitnehmen?
J.S. Bach: Präludium und Fuge in Es-Dur für Orgel, die zweite Partita in d-Moll für Violine solo und das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven

Was ist Ihr persönlicher Musikeralbtraum?
Ins Konzert auf die Bühne gehen zu wollen, aber das Orchester sitzt bereits und spielt.

 

BIOGRAFIE

Franz Scheuerer, geboren 1961 in München, erhielt seinen ersten Unterricht bei Helga Puschtschewoj. Nach Ausbildung und Beruf als Orgelbauer bei der Firma Georg Jann studierte er am Konservatorium Winterthur Violine bei Aida Stucki und Orgel bei Rudolf Meyer. Er absolvierte mehrere Meisterkurse, u.a. bei Emanuel Hurwitz, Thomas Brandis und Walter Levin.

1988 gewann er den ersten Preis im Schweizer Hans-Ninck-Wettbewerb im Fach Violine. Er war zwei Jahre stellvertretender Konzertmeister des Ripieno-Kammerorchesters und erster Geiger im Schweizer Nonett.

Seit 1989 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben gelegentlichen solistischen Auftritten widmet sich Franz Scheuerer der Kammermusik, vor allem im Scheuerer-Trio mit Gertraud Scheuerer, Klavier und Gundi Scheuerer, Violoncello. Konzertauftritte führten ihn nach Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz.

 

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