Freitag, 29. Mai 2020, 20:00 Uhr
München, Herkulessaal
Konzerteinführung um 18:45 Uhr
Tickets

Programm

Rebecca Saunders
"Flesh" für Solo Akkordeon mit Rezitation

Rebecca Saunders
"Sole" - Trio in Fis für Akkordeon, Schlagzeug und Klavier aus: Yes – eine räumliche Performance für Sopran, 19 Solisten und Dirigent [2016/18]

Olga Neuwirth
locus ... doublure ... solus für Klavier und Orchester (2001)

Pause

Arnulf Herrmann
Tour de Trance für Sopran und Orchester (2019) [Kompositionsauftrag der musica viva, Uraufführung]

Pablo Heras-Casado, Dirigent

Anja Petersen, Sopran

Krassimir Sterev, Akkordeon

Tamara Stefanovich, Klavier

Dirk Rothbrust, Schlagzeug

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Ulrich Löffler, Klavier

Neuland lässt sich nicht jeden Tag erschließen. Manchmal allerdings öffnet sich unvermittelt ein Spalt und lässt hören, was noch niemand zuvor gehört hat. Olga Neuwirths Klavierkonzert ist so ein überraschender Glücksfall, über den selbst Pierre Boulez, der das Werk zu einer bedeutenden Erweiterung des Klavierrepertoires erklärte, ins Schwärmen geriet: „Ihr Material befindet sich in einem Zustand des Fließens, so dass der Hörer in eine Erfahrung hineingezogen wird, die auf faszinierende Weise verunsichert.“ Lustvoll verunsichern – das kann Kunst, sofern sie alles in Frage stellt. Auch der Berliner Arnulf Herrmann – im selben Jahr geboren wie die vehemente Österreicherin – verlässt in seinem neuen Werk den Schutzraum diesseitiger Vernunft und folgt der Dichterin Monika Rinck auf einen surrealen Trip. Was er sucht sind nicht Gewissheit und Halt, sondern psychedelische Transformationen. Herrmanns Auftragskomposition für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Sopranistin Anja Petersen bewegt sich auf schwankendem Boden, in einer Welt, in der alles möglich scheint, nur kein Orchesterlied. Das Konzert wird eröffnet mit zwei Werken von Rebecca Saunders aus der räumlichen Performance Yes für Sopran, 19 Solisten und Dirigent, nach dem letzten Kapitel aus Ulysses von James Joyce. „Yes“, so die Komponistin, „entwirft eine Musik, die aus dem Fluss der Zeit heraustritt, die wie eine Klangskulptur in den Raum projiziert wird – und im Moment des Zuhörens einen absoluten Fokus auf die physische Präsenz des Klangs anstrebt.“ Zu Gast ist der Dirigent Pablo Heras-Casado.

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