Freitag, 27. März 2020, 20:00 Uhr
München, Herkulessaal
Konzerteinführung um 18:45 Uhr
Tickets

Programm

John Adams
Grand Pianola Music für zwei Klaviere, Orchester und 3 Frauenstimmen (1981)

Bernhard Lang
»Monadologie XXXIX« für Violine und Orchester (2019) [Kompositionsauftrag der musica viva, Uraufführung]

Louis Andriessen
Mysteriën (Mysteries) für Orchester (2013)

Brad Lubman, Dirigent

Trio Mediæval

Anna Maria Friman

Linn Andrea Fuglseth

Jorunn Lovise Husan

Ilya Gringolts, Violine

GrauSchumacher Piano Duo

Andreas Grau

Götz Schumacher

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Es klingt nach Science Fiction. Aus den Fetzen der Musikgeschichte generieren Granulatoren und zelluläre Automaten die Musik der Zukunft. Der Österreicher Bernhard Lang arbeitet in seinen „hyper-virtuosen Uhrwerks-Texturen“ mit Algorithmen. Im Auftrag der musica viva entsteht ein Violinkonzert, das Ilya Gringolts durch den Staub der Geschichte jagt. Gewonnen wird der Staub aus Werken von Bach bis Ligeti. In dieser schönen neuen, zugleich brüchigen und fragmentierten Welt hat auch der Fehler seinen Platz. Kein Zufall, dass die Ästhetik der maschinellen Unvollkommenheit ausgerechnet im Zeitalter der Digitalisierung in die Musikgeschichte Einzug hält. Schon 1981 erklärt John Adams den Glitch zum Kern seines Doppelkonzerts. Minimal gegeneinander verschobene Klavierstimmen erzeugen das Dauerbild eines digitalen Wiedergabefehlers, vor dem Adams in Klischees badet: nicht um die Avantgarde zu erschrecken, sondern vielmehr „aus reiner Lust“. Dass sich der Niederländer Louis Andriessen erst so spät dem Orchester zuwendet, hat übrigens auch mit dem Erschrecken zu tun. Nachdem er in den Sechzigern gegen die verkrusteten Strukturen rebelliert hatte, lässt er den Klangkörper in den Mysteriën schließlich doch geheimnisvoll aufleuchten, nach wie vor jedoch auf der Suche nach einer „besseren Welt“.

Weitere Konzerttipps

12.12.2019 / 13.12.2019

John Wilson & Louis Schwizgebel

19.12.19 / 20.12.19 / 21.12.19

Herbert Blomstedt

09.01.2020 / 10.01.2020

Robin Ticciati

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Unsere Seite verwendet Cookies, um Inhalte individuell darzustellen und die Reichweite zu messen. Wir binden Elemente von Drittanbietern wie Facebook und Youtube ein. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.

OK