Gustavo Dudamel

Donnerstag, 15. Juni 2017, 20:00 Uhr
München, Herkulessaal

Programm

Steven Mackey
"Mnemosyne's Pool"

Pause

Gustav Mahler
Symphonie Nr.1 D-Dur

Gustavo Dudamel, Dirigent

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Konzerteinführung: 18:45 Uhr

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Der 36-jährige Venezolaner Gustavo Dudamel ist längst ein Superstar – 2017 war er der jüngste Dirigent in der Geschichte des Wiener Neujahrskonzerts. 2004 schon hatte Dudamel den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker gewonnen. Zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks kehrt er mit einem spannenden Programm zurück und präsentiert als Hauptwerk Gustav Mahlers erste Symphonie. In seinem Erstling beschritt der Komponist neue Wege: „Wie ein Naturlaut“ hebt die Musik mit geheimnisvollen Fernklängen an. Mahler collagiert hier einen Kosmos an Ausdrucksformen zwischen liedhaftem Ton, volkstümlicher Tanzmusik, gespenstischem Kanon und turbulentem Kehraus. Als deutsche Erstaufführung stellt Dudamel außerdem ein neues Stück vor, das er 2015 beim Los Angeles Philharmonic uraufgeführt hat, wo er Chef ist. Das Auftragswerk schrieb der Komponist Steven Mackey, der 1956 in Frankfurt als Sohn amerikanischer Eltern geboren wurde und dessen frühe Leidenschaft der E-Gitarre gilt. Ähnlich wie bei Mahler finden sich auch in Mackeys Œuvre unterschiedlichste Einflüsse. Der Titel seines großangelegten Orchesterwerks „Mnemosyne’s Pool“ bezieht sich auf die antike Göttin der Erinnerung, deren Wasser im Gegensatz zu Lethe, dem Fluss des Vergessens, Allwissenheit verhieß. Um die Rolle des Gedächtnisses im künstlerischen Schaffensprozess kreist Mackeys Werk, das vom Fachmagazin Musical America als „erste große amerikanische Symphonie des 21. Jahrhunderts“ gefeiert wurde.