Wen Xiao Zheng

Viola

Wen Xiao Zheng, 1981 in China geboren, wurde mit zehn Jahren als Geigenschüler am Konservatorium von Shanghai aufgenommen. Mit 14 Jahren gab er der Bratsche den Vorzug und schloss das Studium mit dem Bachelor of Arts „mit Auszeichnung“ ab.
Weitere Stationen seiner musikalischen Ausbildung waren die Escuela Superior de Música Reina Sofia Madrid, wo er bei Gérard Caussé studierte, die Hochschule für Musik Detmold – zu dieser Zeit war Diemut Poppen seine musikalische Mentorin – und die Musikhochschule München, an der er von Hariolf Schlichtig unterrichtet wurde. 2009 schloss er sein Studium mit dem Konzertexamen und einem Diplom in Kammermusik ab. Weitere Anregungen erhielt er in Meisterkursen bei Yuri Bashmet.

Beim National China Viola Competition errang er den Ersten Preis, ebenfalls bei den Wettbewerben „Ciudad de Xàtiva“ und „Llandes Múscia“ in Spanien. In Moskau erhielt den Sonderpreis des Besten Kammermusikers. Der Münchner Hörerschaft wurde Zheng Wen Xiao 2008 bekannt, als er beim ARD-Musikwettbewerb einen Zweiten Preis gewann. Ein Erster Preis wurde nicht vergeben. Auch der Publikumspreis ging an Zheng Wen Xiao.

Orchestererfahrungen sammelte der Bratschist bei den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bayerischen Staatsorchester. Auf dem Gebiet der Kammermusik zählen u.a. Ana Chumachenco, Daniel Hope, Yuri Bashmet, Nicolas Alststädt, Maximilian Hornung und das Rodin-Quartett zu seinen Partnern. Sein Weg nach München führte über die Bamberger Symphoniker, bei denen er 2010 als Solo-Bratschist engagiert wurde. Anfang 2014 wechselte Zheng Wen Xiao auf derselben Position zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

„Blick durch’s Schlüsselloch“ mit Wen Xiao Zheng (Mai 2017)

In unserer Video-Serie zu unseren Kammermusikkonzerten stellen sich die Musiker der Kamera, gewähren Einblicke in kammermusikalische Feinheiten und plaudern aus dem Nähkästchen. Die Fragen kennen sie vorher nicht…

Weitere Videos aus der Reihe „Blick durch’s Schlüsselloch“

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