Hermann Menninghaus

Viola

Hermann Menninghaus, 1963 im westfälischen Bünde geboren, startete seine musikalische Laufbahn zunächst auf der Geige. Im Alter von acht Jahren erhielt er ersten Unterricht, 1978 wechselte er zu Valeri Gradow an die Folkwanghochschule in Essen, wo er 1984 den Ersten Preis des Hochschulwettbewerbs gewann. Des Weiteren besuchte er Meisterkurse bei Yehudi Menuhin, Ruggiero Ricci, Yfrah Neaman, Riccardo Odnoposoff, Albert Markov und Valeri Gradow.

1986 wurde er als seinerzeit jüngstes Mitglied bei den Berliner Philharmonikern engagiert, die damals noch von Herbert von Karajan geleitet wurden. Im Scharoun Ensemble Berlin, mit den Zehn Philharmonischen Geigen sowie im Philharmonischen Kollegium Berlin widmete sich Hermann Menninghaus auch intensiv der Kammermusik. Es schlossen sich zahlreiche solistische Auftritte [u. a. in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Hongkong, Thailand, Saudi-Arabien, Kanada und den USA] an, bevor der Künstler 1995 von der Geige auf die Bratsche wechselte.

Von seinen Berliner Orchesterkollegen Wolfram Christ und Wilfried Strehle ließ er sich auf seinem neuen Instrument ausbilden und wurde bereits 1997 Erster Solo-Bratschist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wo er seitdem immer wieder auch solistisch auftritt. In den Jahren 1998 und 1999 war Hermann Menninghaus Solo-Bratschist im Bayreuther Festspielorchester, von 1999 bis 2003 hatte er dieselbe Position beim Super World Orchestra in Tokio inne. Seit 2000 gibt er regelmäßig internationale Meisterkurse in Mannheim und Weinheim, außerdem engagiert er sich als Dozent an der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

weiter zu Wen Xiao Zheng