Anton Barakhovsky

1. Violine

„Ein Geiger seiner Zeit voraus“, titelt die Washington Post nach Anton Barakhovskys Debüt-Recital 1998 im Kennedy Center. Bereits mit sechs Jahren tritt der 1973 in Novosibirsk geborene Barakhovsky als Solist mit dem Philharmonieorchester seiner Heimatstadt auf. Der Geigenlehrer Matwej Liebermann erkennt die besondere musikalische Begabung des Kindes und fördert ihn an der Spezialschule des Michail-Glinka-Konservatoriums.

Seit dem Alter von 19 Jahren lebt Anton Barakhovsky in Deutschland, wo er an der Musikhochschule Hamburg bei Mark Lubotsky und Kolja Blacher studiert. Nachdem er 1997 den Young-Concert-Artist-Preis in New York gewinnt, erhält er ein Stipendium der Juilliard School und wird Schüler von Dorothy DeLay und Itzhak Perlman.

Zu diesem Zeitpunkt hat er bereits mehrere wichtige Auszeichnungen erhalten. Mit zwölf Jahren wird Anton Barakhovsky Preisträger des Rundfunkwettbewerbs „Concertino Praga“, mit 13 Jahren erringt er einen Preis beim Internationalen Wettbewerb in Peking, 1990 gewinnt er in Moskau beim Tschaikowsky-Wettbewerb den vierten und 1994 den zweiten Preis des Joseph Joachim Violinwettbewerbs in Hannover.

Der Geiger hat als Solist mit zahlreichen Orchestern konzertiert, wie zum Beispiel den Novosibirsker Philharmonikern (unter Arnold Katz)‚ dem St. Petersburger Philharmonikern, dem Russischen Nationalorchester (unter Mikhaill Pletnev), den Berliner Symphonikern, dem Sinfonieorchester des NDR (unter Arnold Östmann), dem Orquestra Sinfónica de Santiago dem New York Chamber Orchestra (unter Lawrence Leighton Smith) und den Hamburger Philharmonikern (unter Wolfgang Sawallisch).

Mit den Hamburger Philharmonikern spielte Anton Barakhovsky das Violinkonzert von Igor Stravinsky für eine Ballettchoreographie von Balanchine (Compagnie John Neumeier, Hamburgische Staatsoper). Recitals gab er in New York in der Kaufmann Concert Hall 92nd Street Y, in der Weill Hall der Carnegie Hall und in der Alice Tully Hall. Außerdem hatte er Engagements in mehreren russischen Städten, u.a. im Saal des Moskauer Konservatoriums sowie im kleinen und großen Saal der St. Petersburger Philharmonie. Weitere Konzerte führten Barakhovsky in die Wigmore Hall London, in den Petersdom – dort spielt er für den Papst -, nach Berlin (Schauspielhaus), München (Gasteig), Hannover, Hamburg (Laeiszhalle), Dresden, Prag, Mailand, Genf, Paris (Louvre und Sainte Chapelle), Mendoza, Mexiko City, Sapporo und Peking.

1999 spielte er als Duo-Partner des Geigers Vadim Repin die Sonate für zwei Violinen von Sergej Prokofjew auf CD ein, die im Louvre live aufgenommen wurde und bei Erato erschienen ist.

Von 2001 bis 2009 war Anton Barakhovsky Erster Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.

Seit 1. Oktober 2009 ist Anton Barakhovsky Erster Konzertmeister der Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

weiter zu Florian Sonnleitner